Musik im September ’15


PJ Harvey

Let England shake (CD, 2011)
White chalk (CD, 2007)
Uh hu her 
(CD, 2004)
Stories from the city, stories from the sea (CD, 2000)
Is this desire? (CD, 1998)
To bring you my love (CD, 1995)
Rid of me (CD, 1993)
Dry (CD, 1992)

Etwas verspätet denn eigentlich waren diesen Monat zwei Neuentdeckungen vorgesehen, doch dafür fehlte mir die Zeit. Aber es gibt immer Alterativen:) Polly Jean Harvey begeistert mich schon seit einer sehr langen Zeit. Sie schreibt seit vielen Jahren Songs abseits der Radio-Mainstream-Hits. Und diese Position erlaubt es ihr einfach frei heraus charakterstarke Songs zu schreiben, die sicherlich einige Anhörminuten brauchen, um sie als wunderbar verstörend arrangierte und harmonierend disharmonierende Kompositionen ins Herz zu schließen und zu bewundern! Einige Songs und Alben sind eingängiger und dadurch natürlich auch zugänglicher wie das letzte „Let England shake“, „Uh hu her“ oder „Stories from the city“. Diese Songs haben viel zu sagen, wer ihnen lauschen und sie genießen möchte, sollte sich Zeit und Geduld nehmen.

Provenzalischer Auflauf

Für 2-3 Personen:

Olivenöl
1 Zwiebel
1 Aubergine
1 Zucchini
1 rote Paprika
250 g braune Champignons
1 Knoblauchzehe
etwas Gemüsebrühe
75 g Créme fraîche

150 g geriebener Käse
(z. B. Gruyère oder Gouda)
provenzalische Kräuter
(getrocknet oder frisch)
schwarzer Pfeffer
(frisch gemahlen)
Salz

200 g Naturreis

Den Reis waschen, dann mit der doppelten Wassermenge also 400 ml gesalzenem Wasser im Topf aufkochen. Dann bei kleiner Hitze und mit geschlossenem Deckel ca. 20-25 Minuten körnig kochen, also der Reis sollte noch etwas Biss haben. Falls das Wasser zu schnell verkocht und der Reis noch nicht gar ist etwas Wasser nachgießen. Bei richtiger Temperatur ist der Reis gar, wenn das Wasser verkocht ist.
In der Zwischenzeit den Auflauf zubereiten. Dafür zunächst das Gemüse kleinschneiden. Die Champignons in Scheiben oder kleine Stücke, die Aubergine und Zucchini erst halbieren, dann vierteln und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel halbieren, in feine Scheiben schneiden oder fein würfeln. Die Paprika grob würfeln. Schließlich noch den Knoblauch fein hacken.
Den Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. Nun in einer Pfanne etwas Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen und sämtliches Gemüse kurz anbraten, nach 3-4 Minuten den Knoblauch hinzugeben. Sobald er zu duften beginnt die Pfanne vom Herd nehmen. Salzen und pfeffern. Etwas heiße Gemüsebrühe angießen und die Crème fraîche unterrühren. Alles mit gehackten frischen oder getrockneten provenzalischen Kräutern würzen (wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran). Eine kleinere Auflaufform mit ein wenig Öl einfetten. Das Gemüse in die Form geben mit Käse bestreut im heißen Ofen etwa 10-20 Minuten überbacken bis der Käse goldgelb und geschmolzen ist. Zusammen mit dem Reis servieren.

PS:
Dieses Rezept hat sogar eine Geschichte, damals musste meine Schwester in einer renommierten Klinik in Hannover operiert werden und meine Eltern und ich haben nach einem Restaurant gesucht. Ich weiß noch wie aufgeregt ich war, dass es meiner Schwester gut geht, sie war zum ersten Mal als Kind in einem Krankenhaus weit weg von zu Hause und wir wollten in diesem Sommer auch noch zum ersten Mal nach Amerika fliegen. Alles verlief gut und bei der Gelegenheit haben wir ein Gericht entdeckt, dass uns so gut geschmeckt hat, dass meine Mutter es seit fast 20 Jahren immer noch nachkocht und ich inzwischen auch. Seltsam wie manch ein Gericht so mit Erinnerungen verbunden sein kann, obwohl es noch nicht einmal ein richtiges Familienrezept ist. Aber irgendwie ist es das für mich schon. Jedenfalls ist es sehr lecker! Wer mag kann auch anderes Gemüse wie z. B. Tomaten und Lauch oder andere Pilze wie Pfifferlinge oder Austernpilze dazugeben. Sicher schmeckt es auch mit Hähnchenfleisch oder Fischfilet, doch ich mag diesen Auflauf am liebsten vegetarisch!

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Erfrischende Melonen-Granita

 

1  Wassermelone
Saft und Schale von 2 Limetten
250 g Zucker
1 l Wasser

Die Wassermelone entkernen. Das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben und mit einem Stabmixer pürieren. Abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Die Limettenschale abreiben und einer kleinen Schale aufbewahren. In einem kleinen Topf das Wasser mit Zucker und Limettensaft aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Den Zuckersirup unter das Wassermelonenpüree rühren und alles in ein ausreichend großes Gefäß füllen, idealerweise mit einem Deckel (wie z. B. eine Kunststoffbox) und einfrieren. Zwischendurch immer mal herausnehmen und durchrühren. Die Limettenschale erst hinzufügen, wenn sich die ersten Eiskristalle bilden, sonst schwimmt sie oben. Wenn sie eine halbfeste kristallartige Konsistenz wie Wassereis hat in Gläser füllen, schnell servieren und eiskalt genießen.

Wann: Dessert oder für zwischendurch.

PS:
Dieses Eis habe ich gemacht, als die letzte Hitzewelle über uns hinwegzog. Herrlich erfrischend, allerdings jetzt etwas verspätet, doch ich hatte es bisher nicht geschafft ein ansehnliches Foto hinzubekommen. Irgendwie finde ich es schwer Gläser zu fotografieren! Das hat dieses Mal mehrere Anläufe gebraucht bis ich zufrieden und das Eis nicht schon vorher in der Sonne geschmolzen war;)
Komischerweise hat ausgerechnet den Jungs diese Art von Eis nicht so gefallen, aber ich finde es fantastisch, lecker, fruchtig und nicht so sattmachend und schwer wie Milcheis. In kleinen Portionen kann man sich damit schön das Sommerende bzw. den Herbstanfang versüßen. Ihr könnt es ja selbst mal ausprobieren. Falls die Granita komplett gefriert kann man das Gefäß einige Minuten bei Zimmertemperatur antauen lassen und das angeschmolzene Eis gut auf Gläser verteilen.
Die Wassermelone zu entkernen ist schon eine undankbare Aufgabe, aber es geht auch anders, man kann ruhig die Stellen mit den Kernen komplett herausschneiden. Das spart Zeit und Nerven und das Fruchtfleisch reicht am Ende trotzdem. Ich bin gespannt auf eure Meinung, da ich mir kaum vorstellen kann, dass so etwas Süßes und Leckeres nur so wenig Liebhaber findet, wie ich sie vorgefunden habe. – Die Menge reicht für eine 1 l-Box mit Eis, also mindestens für 8 Portionen. Oder man füllt es in Eis-am-Stiel-Förmchen, dann noch einen Holzstiel hineinstecken.


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Spaghetti Bolognese mit Mett

Für 3 Personen:

Olivenöl
300 g Spaghetti
2 Möhren
(fein gewürfelt)
2 Knoblauchzehen
(fein gehackt)
250 g Thüringer Mett (mit Zwiebeln)
2 EL getrocknete italienische Kräutermischung
schwarzer Pfeffer
(frisch gemahlen)
400 g Dosentomaten
2 EL Tomatenmark
2 Prisen Zucker
Salz

geriebener Parmesan (zum Bestreuen)

Die Spaghetti in ausreichend gesalzenem Wasser in 8-10 Minuten al dente kochen. Dann in ein Sieb abgießen. Während die Pasta kocht in einer großen Pfanne etwas Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Möhren und Knoblauch ca. 2 Minuten darin andünsten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Nun das Mett in dem restlichen Fett (oder ein wenig neues hinzufügen) bei hoher Hitze scharf anbraten. Dabei das Fleisch mit einem Pfannenwender zerkrümeln. Salzen, pfeffern und die italienischen Kräuter drüberstreuen. Hitze ein wenig reduzieren und die Tomaten, das Tomatenmark, die Möhren und Zucker zufügen. Mit einem Deckel etwa 5-10 Minuten einkochen lassen. Noch einmal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die Pasta zusammen mit der Bolgonese-Soße servieren. Mit Parmesan bestreut genießen.

PS:
Das ist die schnelle Rettung für ein schönes Essen! Wenn der Vorrat gut aufgefüllt ist, das Mett eingefroren im Tiefkühlfach wartet, dann kann man es jederzeit schnell zubereiten und Kinder sowie Erwachsene glücklich machen. Für mehr Personen lassen sich die Mengen entsprechend vervielfachen. Wichtig ist eine gute italienische Kräutermischung, ich habe sie von einem Gewürzhändler vom Markt. Der Vorteil von getrockneten Kräutern ist, dass sie immer zu Hand sind, doch wer frische Kräuter wie Basilikum, Thymian, Rosmarin oder Oregano im Garten oder auf der Fensterbank hat, sollte sie den getrockneten vorziehen. Das gibt einfach mehr Aroma! Im Prinzip ist dieses hier die Basis und diese kann nach Belieben z. B. durch eine Chili oder etwas Speck, anderes Gemüse wie etwa Staudensellerie oder Pilze erweitert werden. Als Ersatz für Mett kann man auch Hackfleisch verwenden, dann allerdings alles etwas kräftiger würzen, da Mett bereits gewürzt ist. Falls mal kein Mett im Haus ist oder ihr Vegetarier seid, könnt ihr diese vegetarische Variante versuchen.

vegetarische Bolognese
Dafür einfach das Mett weglassen, etwas mehr Möhren und Staudensellerie verwenden und sonst ebenso zubereiten.
Eventuell ein bisschen kräftiger würzen, da das Mett bereits gewürzt ist.

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Kartoffel-Avocado-Salat

Für 4 Personen:

1,3 kg Kartoffeln
1 Zitrone
2 Avocados
(nicht zu reif)
2 dünne Lauchstangen
1 Bund Schnittlauch
(oder Petersilie)
schwarzer Pfeffer
(frisch gemahlen)
etwas weißer Balsamicoessig
Olivenöl
Salz

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen. Dafür die Kartoffeln in einen großen Topf mit Siebeinsatz zum Dämpfen geben und mit soviel kochendem Wasser auffüllen, dass der Boden gut bedeckt ist. Ca. 20 Minuten bei hoher Hitze gar kochen. Sobald man das Messer leicht in die Kartoffeln einstechen kann, vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Dann pellen und in Stücke schneiden. Alles in eine große Salatschüssel geben. Die Avocados halbieren, die Klinge eines scharfen Messers in den Kern schlagen, kurz drehen und den Kern herausnehmen. Dann die Avocadohälften noch in der Schale zu Würfeln einritzen und dann mit der Hand die Avocado umfassen, sodass die Würfel in eine kleine Schüssel gequescht werden können. Bei einer guten Reife der Avocado gelingt dies sehr leicht. Die Zitrone auspressen und den Saft über die Avocadowürfel träufeln. Diese nun zu den Kartoffeln hinzufügen. Den Porree putzen, abspülen und in sehr feine Ringe schneiden. Genauso auch den Schnittlauch. Beides zum Salat geben und jetzt alles mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und ein wenig weißem Balsamicoessig abschmecken.

Dazu: gegrilltes Gemüse, Fisch, Fleisch, andere Salate.

PS:
Sehr sehr lecker kann ich da nur sagen! Wer noch den ein oder anderen spätsommerlichen Grillabend veranstaltet sollte es unbedingt ausprobieren! Die Avocado ist schon echt eine geniale Zutat, einfach köstlich in dieser einfachen Kombination. Dieses Rezept stammt von einer Freundin meiner Mutter und als sie zu Besuch war hat sie es mir überlassen es hier zu veröffentlichen. Wer mag kann statt Schnittlauch auch andere Kräuter verwenden, wie zum Beispiel Petersilie. Die Menge reicht für eine große Salatschüssel, wer mehr Gäste hat kann die Menge entsprechend vervielfachen. Schön auch als Mitbringsel für eine Mitbring-Party!

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Musik im August ’15


OKKERVIL RIVER

The silver gymnasion (CD, 2013)
I am very far (CD, 2011)
The stand ins 
(CD, 2008)
The stage names (CD, 2007)
Black sheep boy & Appendix (CD, 2006)
Down the river of golden dreams (CD, 2003)
Don’t fall in love with everyone you see (CD, 2002)

Aus Austin, Texas kommt diese Indie-Band mit wunderbaren Songs daher. Will Sheffs Stimme klingt manchmal unglaublich zerbrechlich und gleichzeitig so kraftvoll, ihre Songs sind so abwechslungsreich, dass man sie oftmals mehrfach hören muss, um ihrem Zauber zu verfallen. Und doch, manch eingängige Melodie geht ohne Umwege direkt unter die Haut, wie wohl der bekannteste Song „For real“, absolute Gänsehautgarantie wie ich finde! Ebenso vielschichtig sind die Lyrics, klug, treffend, berührend, humorvoll und tiefsinnig.

KOVACS

Shades of black (CD, 2015)

Einmal die Stimme der Niederländerin gehört und man ist direkt entführt und verführt! Sinnlich und samtweich, dunkel und tief, eine Musik wie die Titelmelodien eines James Bond-Films. Ihr erstes Album ist wie aus einem Guss, und wurde aufgenommen in Havanna auf Cuba. Schon erstaunlich, vor meinem Auge erscheinen Szenen eines Films, einer anderen Welt, Agentenjagd rund um die Welt, laszive Tänzerinnen mit einem Colt im Anschlag. Fantastische Songs, facettenreich gehüllt in lateinamerikanische Rhythmen von einer Soulstimme gesungen, die so faszinierend ist, das man unbedingt mehr hören will!

Süße Blaubeerbrötchen mit Kardamom

Für 8 große Brötchen:

Hefeteig:
1 Päckchen Trockenhefe
370 ml warme Milch
20 grüne Kardamomkapseln
(oder 1 TL gemahlener Kardamom)
2 Eier
200 g Zucker
70 g Rohrzucker
1 Prise Salz
50 g geschmolzene Butter
800 g Mehl
(+ etwas mehr zum
Bestäuben)

350 g Blaubeeren
Schale und Saft von 1 Limette
etwas Butter zum Einfetten
60 g Zucker

In einer kleineren Schüssel die Milch mit der Hefe verrühren. Die Kardamomkapseln im Mörser erst grob zerstoßen, um die Hüllen entfernen zu können, dann die dunklen Samen zu einem Pulver mahlen. Den Backofen auf 50° C vorheizen, dann sofort wieder ausstellen. Nun in einer großen Rührschüssel die Eier zusammen mit dem Salz mit einem Schneebesen gut verrühren. Nacheinander den Kardamom, Zucker, die Butter, die Hälfte des Mehls und die Milch zugeben. So weit alles gut verschlagen bis ein zäher Teig entsteht. Schließlich das restliche Mehl untermengen. Der Teig sollte nicht zu klebrig sein, da er jetzt mit den Händen kurz verknetet wird, sonst noch etwas Mehl zufügen (zu trocken soll er natürlich auch nicht sein!). Die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und für  1 Stunde in den noch warmen Ofen stellen bis er sich verdoppelt hat.
Währenddessen die Blaubeeren verlesen und gut waschen. Diese dann zusammen mit dem Zucker, Limettenschale, Limettensaft in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer schön zerstampfen (Vorsicht bei weißer Kleidung, es könnte spritzen!). Ein Backblech mit Backpapier belegen, etwas Butter in Flocken darauf verteilen und das gesamte Blech mit der Hälfte des Rohrzuckers ausstreuen.
Wenn der Teig aufgegangen ist aus dem Ofen herausnehmen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig mit den Händen etwas auseinanderziehen. Jetzt die Hälfte der Blaubeeren in die Mitte geben und den Teig rundherum zusammenfalten. Alles noch einmal ordentlich verkneten. Umso mehr man es verknetet, umso mehr färben sich die Brötchen rot. Nun daraus 8 große Brötchen oder nach Belieben kleinere Teilchen formen. Dabei etwas verdrehen und am Ende jeweils eine kleine Mulde hineindrücken. Die restlichen Blaubeeren in die Mulden füllen und mit dem restlichen Rohrzucker bestreuen. Mit genügend Abstand auf das Backblech legen (evtl. noch ein Backblech vorbereiten, falls der Platz nicht reicht, sie gehen im Ofen noch weiter auf!). Im vorgeheizten Backofen bei 180° C etwa 20-25 Minuten goldfarben backen. Mit einem Metallstäbchen kurz vor Ende der Backzeit mal testen, ob noch Teig kleben bleibt, wenn nicht sofort herausnehmen und servieren oder noch 3-5 Minuten länger backen.

Dazu: Vanillesauce oder Vanilleeis und ein Käffchen.

PS:
Als letztes kamen bei uns im Garten die Blaubeeren an die Reihe und weil es die ersten aus eigener Ernte waren und zusätzlich noch ein kleines Familientreffen anstand habe ich in meinem Gedächtnis gekramt und wusste sofort was ich damit machen wollte: Die schwedischen Blaubeerküchlein aus dem „Unterwegs“-Buch von Jamie Oliver (S.168). Ich hatte bei Youtube damals gesehen, wie er sie gemacht hat und war hin und weg! Dieses Rezept habe ich bis auf ein paar kleine Änderungen daraus übernommen und es hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen! Alle waren begeistert! Der Kardamom zusammen mit diesem warmen Milchhefeteig und dazu noch herrliche Blaubeeren, was will man mehr! Die Krönung ist noch ein wenig Vanilleis oder -sauce dazu! Man kann sie bestimmt auch zum Frühstück toll essen, weil sie so eine Mischung zwischen süßem Brötchen und Kuchen sind. Allerdings muss man bedenken, dass sie auch ganz schön satt machen. 8 große Brötchen sind also auch große Portionen, daher kann man sie auch kleiner formen, dann hat man auch mehr zum verteilen:)
Meine sind übrigens deswegen nicht so rot, weil ich die Blaubeeren im Teig nicht so kräftig verkneten hab wie vorgesehen, ich wollte nicht unbedingt rote Hände zum Kaffeetrinken haben;)

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Sweet Treat Sunday
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Der Strand ruft!!!

Urlaub

In der nächsten Zeit bin ich im Urlaub und ‚Zuckerzitronen‘ macht eine kleine Blogpause. Aber danach geht es munter und gut erholt weiter! Solange könnt ihr euch im Archiv umsehen und vielleicht das ein oder andere Rezept ausprobieren;)

Liebe Urlaubsgrüße von der Ostsee und eine schöne Sommerzeit!
Anja

Spaghetti mit Ei, Speck und Erbsen

Für 2 Personen:

Olivenöl
250 g Spaghetti
150 g TK-Erbsen
2 Zwiebeln
(fein gewürfelt)
125 g Schinkenspeck
(gewürfelt)
5 rote kleine getrocknete Serrano-Chilis
(entkernt
u. in Ringe geschnitten)
einige Basilikum-Bätter
1 Schuss Milch
2 Eier
Salz

Die Spaghetti in ausreichend gesalzenem Wasser in 8-10 Minuten al dente kochen. In der Zwischenzeit etwas Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Zwiebel in 2-3 Minuten glasig und den Schinkenspeck knusprig braten. Die Erbsen und die Chiliringe hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren auftauen lassen. In einer kleinen Schüssel die Eier mit einem Schuss Milch verquirlen. Salzen. Sobald die Pasta gar ist in ein Abtropfsieb schütten und etwas mit Olivenöl beträufeln, kurz umrühren damit die Pasta nicht zusammenklebt. Nun kommen die Spaghetti direkt in die Pfanne zu den Erbsen. (Falls das Timing mal nicht perfekt ist, kann die Pasta im Sieb warten oder die Erbsen in der Pfanne kurz einen Moment beiseite gestellt werden.) Eventuell vorher noch etwas Olivenöl zufügen, falls die Pfanne zu trocken ist. Jetzt die Eiermilch über die Pasta gießen und alles schön mit einander vermengen. Die Hitze reduzieren und das Ei in wenigen Minuten stocken lassen, dabei hin und wieder umrühren. Vom Herd nehmen und noch einmal mit Salz abschmecken. Die Basilikumblätter zerzupfen und über die Pasta streuen. Sofort servieren.

PS:
Darf ich vorstellen: Ein typisches Resteessen bei uns. Es kommt hinein was Vorratsschrank, Kühlschrank und Tiefkühlfach gerade hergeben. Im Grunde ist dieses Rezept ein kleiner Verwandter der berühmten Carbonara, nur dass hier noch ein wenig mit Gemüse und Milch nachgeholfen wurde. Das Basilikum scheint hier zunächst ein wenig fehl am Platz, doch es harmoniert sehr gut mit den Erbsen und dem Ei. Nur sollte es erst ganz zuletzt über das Gericht gegeben werden, da dieses Kraut sehr empfindlich ist und schnell in sich zusammenfällt. Wem die Chilis von vornherein zu scharf sind, der nimmt entweder weniger davon, mildere Sorten, lässt sie ganz bzw. halbiert oder würzt einfach mit schwarzem Pfeffer. Also ich mag es gern scharf, doch das sollte jeder für sich herausfinden. Auch wenn ich mich wiederhole, da muss man sich langsam rantasten und Kinder sollten die entschärfte Version essen! Auf unserer Fensterbank wächst ein kleiner Chilipflanzenwald heran, also für Nachschub ist in den nächsten Monaten jedem Fall gesorgt:)

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Ein Foto für die Kheera ka raita (Indischer Gurken-Joghurt-Dip)

Wir haben die Kheera ka raita mal wieder gemacht! Passt ja auch perfekt in den Sommer und nun hat dieser Beitrag vom meinen Bloganfängen auch endlich ein Bild. Dieser indische Gurken-Joghurt-Dip ist einfach wunderbar an heißen Tagen und ein toller Begleiter zu stark gewürztem Essen. Egal ob ein Grillabend ansteht oder es nur ein kleiner Snack sein soll. Dieses mal habe ich den Joghurt noch mit 2 gepressten Knoblauchzehen gewürzt und dann als Sauce für Falafel (Kichererbsenbällchen) im Fladenbrot serviert. Sehr schön erfrischend und wirklich schnell gemacht.